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.. a journey to the past ..


Mein Leben.
Irgendwie kann ich mit meinen 17 Jahren gut behaupten, schon so manche Erfahrungen durchgemacht zu haben, die ich nur allzu gerne aus meinem Leben gestrichen hätte.
Irgendwie lief was falsch.
Irgendwann rutschte ich ab.
Irgendwo bin ich aufgeknallt.

Eigentlich fing alles so gut an.
Ich hatte ne super Kindheit, hatte viele Freunde, hatte meinen Spaß und mein Übertrittszeugnis auf das Maristenkolleg Mindelheim - eines der coolsten Gymnasien in der Umgebung.
Eigentlich hatte ich nie so meine Probleme mich mit fremden Leuten anzufreunden.
Ich war nicht schüchtern, höchstens ein bisschen unsicher.
Ehrlich gesagt kann ich mich auch nicht mehr genau daran erinnern, aber irgendwann stieß ich in meiner Klasse auf Ablehnung. Es waren nicht alle, nur ein paar Mädchen und Jungs plus die ganze Meute, die einfach auch "cool" sein wollte.
Ich konnte mich gerade mal mit einer aus meiner Klasse anfreunden, für den Rest war ich nur das schwache Glied in einer Kette, auf dem man rumtrampeln konnte.
Ich glaube das fing so in der 6. Klasse an - bin mir aber echt nicht sicher.
Dumme Kommentare, abschätzige Blicke, Ablehnung, Beschimpfungen und viele böse Scherze musste ich mitmachen.
Ich sagte nie was, gab wohl meistens blöd zurück, keiner merkte wie sich all das nach und nach immer mehr in mich reinfraß.
Und irgendwann überschritt es dann einfach eine Grenze.
Und irgendwie hatte ich dann sehr die Schnauze voll von dem Ganzen.
Und irgendwo las ich dann zum ersten Mal von ritzen..
Es war im November 2003, als dieser Teufelskreis begann.
Ich wollte nicht mehr dieses kleine hässliche Entlein sein, wollte sagen: "Hallo, hier bin ich!"
Es war die Band The Rasmus, die mir da mit ihrer Musik sehr geholfen hatte.
Ich habe mich an die vier Finnen geklammert. Es waren nicht die Personen, es war die Musik, die mich fesselte.
Ich steckte all meine Kraft hinein, bis ich schließlich an diesem einen Punkt angelangt war, wo ich zu mir selber sagte: "Jetzt reicht's!"
Von einem Tag auf den anderen wechselte ich auf die Maria Ward Realschule im gleichen Ort.
Dies ist ein Schritt, den ich heute noch schwer bereue, da mir diese Schule noch viel mehr Leid eingebracht hat, als ich mir je vorstellen konnte.
Allerdings hab ich auch nicht mehr viel Erinnungen an die ersten Monate in diesem katholischen Mädchenhaus.
Die einzigen Momente, die mir übrig geblieben sind, sind die Abende zu Hause in meinem Zimmer, wo ich mich ausgeheult und selbst verletzt hatte.
Ich kämpfte um Aufmerksamkeit, Anerkennung.
Meine Familie reagierte auf mein "kleines Problem" alles andere als hilfsbereit.
Ich bekam viele Kommentare entgegengeschleudert, die mich wütend machten und die dazu führten, dass ich auch heute noch kaum mit meiner Mutter über mich rede.
Sie hat mich nie verstanden.
Wollte mich immer nur zum Hautarzt schleppen, um diese "bösen, hässlichen" Narben zu entfernen, die meinen Unterarm zieren.
Das ganze Auf und Ab, diese Achterbahn der Emotionen, ging gut zwei Jahre lang.
Auch heute noch kämpfe ich mit so manchen "Nachwirkungen" aus der Zeit am Gymnasium:
Ich reagier gereizt darauf, wenn man mich zu oft ein bisschen verarscht, auch wenns lieb gemeint ist.
Vertrauen ist so ein Ding, welches ich tief in mein Herz gebuddelt hab und nur ganz wenigen Menschen schenke.
Ich bin verschmust und anhänglich, aber ich habe Probleme, jmd zu nah an mich ranzulassen.
Beziehungen zu führen ist ein Gang durch die emotionale Hölle für mich.
Und mein Selbstbewusstsein fällt oft zusammen wie ein Kartenhaus.

Ich könnte noch so viel mehr schreiben, aber ich möchte die bisschen Lust, die ich gerade noch verspüre um ein paar Zeilen zu tippen, meinen Freunden widmen.
Erst seit Kurzem bin ich eigentlich so wirklich zufrieden.
Bisher war ich doch nur ein Alleingänger, der sich oft zurück gezogen hat.
Doch nun hat sich das Blatt gewendet und dieses Verlangen allein zu sein ist nur noch eine Seltenheit.
Es ist unglaublich wie viel Freundschaft einem bedeuten kann.
Aber ich habs in den letzten Tagen, in den letzten Monaten so krass gemerkt wie wertvoll meine Freunde sind.
Sie sind die BESTEN!
Keiner toppt sie.
Ich liebe euch!


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